03.10.2022

 

Wie schon gesagt,

was bis jetzt in Sachen „Belebung der Innenstadt“, insbesondere durch Fördermittel des Landes läuft, ist nach Meinung der USF/UWG nicht das Gelbe vom Ei.

Auch wenn Arne Poll (WP) die Probleme der Innenstadt in seinem Kommentar vom 27.09.2022 runterspielt,

1.Die Mendener Innenstadt war früher dran als andere Städte mit dem Weggang namhafter Anbieter. Die große Schockwelle, die gerade weiter über andere Städte rollt, hat Menden schon verdaut.

Menden war nicht früher dran. Vielmehr hat die jahrelange Be(Ver)hinderung der Innenstadtentwicklung durch das damals (2010) als zukunftsweisend verkaufte Projekt „Kaufhaus Nordwall" den Weggang namhafter Anbieter verursacht. Von wegen „große Schockwelle“.

2. Es gibt ganz konkrete Maßnahmen wie die „Perspektive Innenstadt“ oder die gezielte Vermittlung von Ladenlokalen, Vermietern und Mietern – das ist alles andere als selbstverständlich.

Hier die Auflistung der Vermittlungen durch die WSG:

Adresse Ladenlokal           Nutzung                  von            bis                   m²

Kolpingstraße 41                Donutladen          01.04.21    31.03.23           72

Bahnhofstraße 4                 Eiscafe´               01.05.21    30.04.23           80

Hauptstraße 9                     Gastronomie       01.06.21    31.05.23          100

Hauptstraße 29                   Vorwerk               01.04.21   31.03.23           44,5

Hauptstraße 56                   Bubble-Tea         01.04.21    31.03.23            36

Unnaer Straße 24               Cheescake          01.06.21    31.05.23            50

Bahnhofstraße 5                 Geschenkartikel  01.05.21    30.04.23          100

Hauptstraße 33                   Immobilien          01.07.21     30.06.23         130

Hauptstraße 34                   Krankenhaus      01.08.21     31.12.23          100

Neumarkt 7                         Werbeagentur     01.04.22     31.12.23          134

Hauptstraße 58                   Bekleidung          01.06.22     31.12.23          438

Hauptstraße 23                   Bekleidung          01.06.22     31.12.23            76

Hauptstraße 21                   Pflegedienst        01.08.22     31.12.23            25

Kolpingstraße 33                Lebenshilfe          01.08.22     31.12.23          220

Kolpingstraße 39                Filetwerk              01.01.22     31.12.23          160

Kolpingstraße 44                Tattoostudio         01.10.22     31.12.23            85

Brückstraße 12                   SG Wölfe             01.01.22     31.12.23            55

Museumskeller                   Weinlokal              in Prüfung/Wasserschaden  

Wir verstehen unter Belebung der Innenstadt etwas Anderes.

3. Es gibt Handfestes und Sichtbares, das Investoren anlockt. Der Siepmann-Neubau (verbunden mit dem Abriss des alten Dieler-Gebäudes) ist ein Leuchtturm, der andere Investoren und Interessenten ins richtige Fahrwasser leitet.

Wir sind gespannt, wer sich ins richtige Fahrwasser leiten lässt und wer jetzt wegen der Unsicherheit bzgl. der Planungen (wie beim Projekt ITG) geht.

E. Heinrich   

 

                                   

 

 

01.10.2022

 

Es mehren sich die Stimmen

WP: „Wenn Lars Liefländer etwas für den Bereich wünschen dürfte, dann wären das „qualitativ hochwertige Geschäfte, Gastronomie, kleine Boutiquen.“ Diese seien weiter an der Stelle gut aufgehoben. Wertvoll wären auch Parkflächen.“

Auf Facebook: „Es kommt Bewegung in die Innenstadt! Wohnen, Event und Einkaufen, das ist wohl die Zukunft von Innenstädten. Was noch schöner ist, heimische Investoren reden nicht nur, da wird gemacht.“

Der Geschäftsführer der WSG: Einzelhandel wird nicht mehr der Hauptschwerpunkt sein, eher Aufenthaltsqualität, daran müssen wir arbeiten.“

Diese Stimmen vermissen wir seit Jahren.

Als die USF/UWG vor Jahren den Vorschlag „Kaufhaus Innenstadt“ machte, war die Reaktion gleich Null.

Hier noch einmal unser Antrag:

  • Die Fußgängerzone wird zu einem Kaufhaus Innenstadt entwickelt.
  • Auf dem Gelände Nordwall wird zusätzlich ein Parkdeck erstellt, das vom Nordwall aus in Richtung Gartenstraße befahren werden kann.
  • Auf dem Gelände des Schlachthofes wird ein zusätzliches Pardeck erstellt, das über die obere Promenade angefahren werden kann.

Die bisher bestehende Kleinteiligkeit der Geschäfte ist zu erhalten, aber nur im äußeren Erscheinungsbild.

Den Eigentümern der Lokalitäten soll die Möglichkeit gegeben werden, nebeneinanderliegende Lokale zu größeren Einheiten zu verbinden.

Große Einkaufszentren gibt es überall, sie sind beliebig und austauschbar, auch in ihren Angeboten.

Da Menden nicht gerade in der sonnenreichsten Gegend liegt, könnten Arkaden entlang der Schaufenster dazu beigetragen, Bummeln auch bei nicht gerade schönem Wetter zu ermöglichen.

Außengastronomie in diesen überdachten Bereichen täte ein Übriges zur Steigerung der Attraktivität.

Es würde der Eindruck eines offenen, aber gleichzeitig geschützt zugänglichen Kaufhauses über die gesamte Fußgängerzone entstehen.

So würde die Möglichkeit geschaffen, Alleinstellungsmerkmale für die Mendener Innenstadt zu schaffen, sowohl im äußeren Erscheinungsbild (Kleinteiligkeit) als auch im Angebot. Dieses sollte sich durch Hochpreisigkeit, Exklusivität und erstklassigen Service von Filialisten unterscheiden.

Zu überlegen wäre auch, das Interesse an Outdoorangeboten zu hinterfragen.

Da auch Käufer aus dem Umfeld geworben werden sollen, ist für ausreichende Parkmöglichkeiten zu sorgen. Daher der Vorschlag der zweiten Parkdecks.

Der Fahrradverkehr wird in Zukunft weiter zunehmen, insbesondere der Gebrauch von E-Bikes. Daher sind Standorte für Fahrräder mit der Einrichtung von Ladestationen mit in die Planung aufzunehmen.

Welcher Gedanke liegt dem „Kaufhaus Innenstadt“ zugrunde?

Ein Kaufhaus hat bei entsprechender Größe verschiedene Abteilungen.

Da die Ladenlokale in der Fußgängerzone kleinteilig sind, könnten die verschiedenen Ladenlokale mit verschiedenen Angeboten besetzt werden.

Insgesamt ergäben die Ladenlokale den Umfang eines Kaufhauses.

Die Überdachung der Seiten entlang der Ladenlokale würden den Eindruck „Kaufhaus“ verstärken.

Das war der Vorschlag, erstmalig gemacht 2009, des Öfteren (erfolglos) wiederholt.

Ob dieses Modell in allen Punkten greift, kann nicht vorhergesagt werden. Es wäre aber wert, probiert zu werden.

Was bis jetzt läuft, ist unsere Meinung nach nicht das Gelbe vom Ei.

E. Heinrich

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